Montag, 30. Juli 2007

Veröffentlichungen ... andernorts

In der letzten Zeit komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Das Prinzip von Book on Demand dürfte wohl bekannt sein. Ich muss sagen, ich mag diese Einrichtung. Gerade beim Sachbuch oder für zweckgebundene Texte (auch im Bereich Kundenbindung) ist die qualitativ hochwertige Arbeit der Norderstedter eine gute Wahl.

Allerdings müsste doch inzwischen jedem klar sein, dass es sich hier nicht um einen Verlag im klassischen Sinne handelt, oder?

Im Grunde kann jeder Hans und jede Franz ein Manuskript hochladen, den Preis bestimmen und los geht es. Lektorat gibt es - nach meinem letzten Kenntnisstand - auch, aber nur gegen Bares.

Wird jemals ein Buch zurückgewiesen? Wenn ich mal nach den Leseproben einiger vollmundig bepriesener "Veröffentlichungen" urteilen darf: Nein. Und dabei täte einigen Texten eine Nicht-Veröffentlichtung wirklich besser.

Kann ich hier also von einer "Veröffentlichung" sprechen, als ob ein (bekannter großer oder kleiner) Verlag mein Werk angenommen und unter die Leser gebracht hätte?

Nein.

Warum um alles in der Welt werden Veröffentlichungen via BoD aber immer wieder als super, toll und einzigartig beklatscht?

Und warum um alles in der Welt dürfen Leute, die fast ausschließlich über BoD (und höchstens hin und wieder mal eine kleine Kurzgeschichte im vertrauten Zirkel) veröffentlicht haben, gegen Geld Seminare geben und Veranstaltungen leiten?

Wahrscheinlich mal wieder alles eine Frage der nötigen Unverfrorenheit ...

See you at the watercooler

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Tippfehler bitte ich angesichts der nachtschlafenden Zeit zu entschuldigen ...

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