Abacus and the Milkmaid

Sonntag, 26. August 2007

Intelligenztests mit Sofort-Ergebnis, prozentuale Verteilung der IQ und statistische Glaubwürdigkeit intelligenzbezogener Antworten online

Na, DAS ist doch mal eine Überschrift, was? Für jedeN was dabei.

Die deutschen Tageszeitungen gibt es - klar - auch in Printversion. Diese steht für das fragliche Blatt aber nicht zur Diskussion, weil es diesen lustigen IQ-Test nur in der Online-Version gibt. Man stellte wohl beiläufig fest, dass die Unterstreichungen in der Printversion sich nicht so gut anklicken lassen.

Jedenfalls kann man in der Online-Ausgabe einen IQ-Test machen und das Ergebnis wird sofort präsentiert.

Weiter unten gibt es eine Meinungsbox mit der Frage: "Hand auf's Herz - wo sind's denn gelandet?"

Und jetzt wird die Sache interessant. Statistisch gesehen verfügen nämlich lediglich 2% der Menschen über einen IQ im Genialitätsbereich. Bitte genau lesen (falls Sie es nicht sowieso schon wussten): 2 (in Worten: ZWEI) Prozent Genies haben einen IQ von mehr als 130 (wobei ich schwören könnte, dass man ab 130 keine Einzelmessungen mehr vornehmen kann und dass darüber alles ein Publicity-Stunt ist).

Mit weit über 6000 Teilnehmern an dieser Umfrage ergibt sich bei den möglichen Antworten folgende prozentuale Verteilung:

32% haben einen IQ von mehr als 130.
22% über 120
18% über 110
10% über 100
5% über 90
2% über 80
10% über 70.

Sollte uns das irgendwie zu denken geben?

See you at the watercooler
Prozentrechnung betreibend.

PS ...
Bevor Sie mich verdächtigen: Ich habe meinen IQ völlig korrekt und lediglich ein einziges Mal mit über 70 eingeklickt :P

Dienstag, 18. Juli 2006

Noch so ein Übersetzungssparschwein ...

58.000 Worte für 0,017... EUR und binnen zwei Wochen zu erledigen.

Hallo?

Selbst wenn man mit dem normalen Preis entgegenkommen könnte, weil die Endbearbeitung vor Ort gemacht wird, heißt das noch lange nicht, dass der Eilzuschlag wegfällt. Außerdem wäre das egal in welcher Qualität ein Output von mehr als 4.000 Worten täglich.

Was denken die sich bloß immer?

See you at the watercooler
(Aber Achtung: bei solchen Einkommensmöglichkeiten steigt der Wasserpreis!)

Samstag, 8. Juli 2006

Ist das jetzt noch nachvollziehbar oder schon richtig dreist?

Da schreibt doch tatsächlich jemand aus Indien einen Übersetzerjob aus über 500.000 Worte. Das ergibt bei einem "Normalpreis" durchaus die eine oder andere Miete. Sogar Ermäßigung wäre bei dem Umfang drin, ohne gleich am Hungertuch zu nagen (solange man "drinnen" arbeitet).

Liest man die Ausschreibung dann aber gründlich, dann findet man zwei Absätze hinter der Bitte um reduzierte Preise einen Hinweis, der sinngemäß folgendes ergibt:

Wir weisen unsere Übersetzer immer wieder nachdrücklich darauf hin, dass es neben dem Arbeiten zum Leben sehr, sehr wichtig ist, auch mal seine Zeit zu opfern, um eine aufstrebende Wirtschaft im weitesten und eine kleine Agentur im engeren Sinne zu fördern. Wir berechnen deshalb selbst nur 0,00051 EURO/Word, von denen dann auch noch die Wechselkurse und Bankgebühren bezahlt werden müssen.

Nun rechnen wir das mal um auf 500.000 Worte und die Kosten, die der sich bewerbende Übersetzer dann noch guten Gewissens veranschlagen darf ...

Fertig?
Ich auch.

Und dabei ist das eine Firma, mit der mehrere Übersetzer "immer wieder gerne" zusammenarbeiten würden.

See you at the watercooler

Montag, 8. Mai 2006

Let's give it a try! Why?

Ich komme gerade vom Spiegel zurück. Komisch, ich finde nicht, dass ich so doof aussehe ...

Also - ich kriege da diese Mail. Kommt (mal wieder) von jemand, den ich kenne, eh klar (umgekehrt anscheinend weniger). Betreffzeile: FWD Let's give it a try!

Grummel. Muss ich leider reinsehen, weil es tatsächlich bei dem Absender was Wichtiges sein könnte.

Ist es aber nicht. War bei FWD eigentlich eh klar. So, und nun lass mich mal gucken ...

Ich schnappe mir also diese höchst anhängliche Mail (bis ich mich durch die ganzen Empfänger gescrollt hatte, war eine Stunde rum - dass ich da nicht gleich gelöscht habe, liegt nur daran, dass ich mal wieder was bloggen wollte) und lese: Die Mail soll an ganz, ganz, ganz, ganz, gaaaaaaaaanz toll viele Leute geschickt werden. Und dann ruft mich Bill Gates an und fragt nach meiner Anschrift. Und dann kriege ich einen Scheck über 24.000 EURO oder mehr. Oder weniger. Eine hat nach der Weiterleitung nur 4.500kommakrümelbla gekriegt. Pah.

Also. Ich meine ... Woher weiß der, dass ich ...

Oder andersrum: Wenn ich die Mail jetzt nicht weiter rumschicke, um die Nervquote klein zu halten, poppt dann Billieboy aus meinem PC und lautsprechert: DAS WÄRE IHRE CHANCE GEWESEN?

Furchtbar.

Genau wie die Vorstellung, MS wüsste, welche Mails ich jeden Tag wohin schicke.

Erstaunlich, wie eindrucksvoll die Absenderangabe Bundesministerium ist - ob existierend oder nicht. Die Senderin behauptet ja schließlich Anwältin zu sein. Anwälte lügen ja grundsätzlich nicht.

Egal. Zum Abschluss das Akrostichon des Tages, bezogen auf den aktuellen Fall:

Ansammlung
nicht
wohlhabender
aber
lohngieriger
Tagediebe

See you at the watercooler

Montag, 20. Februar 2006

Katzenauge versucht zu rechnen - I

Ich nehme da also an einer Anthologie-Ausschreibung teil.

Als Belohnung für die Auswahl in den Band darf ich meinen Buchplatz mit EUR 15,00 pro angefangener Buchseite bezahlen. Wenn ich also mein Wasser - pardon: meine Gedanken - nicht halten kann und z. B. bei 6 Buchseiten rauskomme, dann zahle ich *kugelschieb* EUR 90,00 für die gewonnene Veröffentlichung meiner langen Kurzgeschichte (klar - ich kann mich auch kurz fassen, aber wenn ich schon gewinne, dann bitte richtig).

Je belegter Seite erhalte ich dann ein Freiexemplar. Eine Kurzgeschichtenantho kostet durchschnittlich EUR 8,50. Ich habe also für die gewonnen gezahlten EUR 90,00 einen Gegenwert an Freiexemplaren von 6 x EUR 8,50 = EUR 51,00. Äh - Moment - gelten bei dieser Rechnung die "angefangenen" Seiten auch?

Der Verlag geht bei einem 120-Seiten-Buch mit schmunzelnden EUR 1.800 über die Zielgerade.

Irgendwas mache ich falsch ...

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